Presse

< Celle Heute vom 15. Oktober 2017
16.10.2017 10:00 Alter: 36 days
Kategorie: Adasch PM

Cellesche Zeitung vom 16. Oktober 2017

Adasch gewinnt nach Aufholjagd


CELLE. Zumindest einmal gab es bei der CDU-Wahlparty gestern kollektiven Jubel: Als in der ersten Hochrechnung die Linke die Fünf-Prozent-Hürde verfehlte, war die Freude unter den Christdemokraten groß. „Eine rot-rot-grüne Regierung wäre für das Land eine Katastrophe gewesen“, fasste Direktkandidat Thomas Adasch später die allgemeine Meinung zusammen. Dafür erlebte der 52-Jährige beinahe ein ganz persönliches Debakel. Lange Zeit lag er bei der Auszählung der Wahlbezirke hinter seinem SPD-Konkurrenten Jörg Rodenwaldt im Kampf um das Direktmandat für den Wahlkreis Celle.

„Das ist schon ein Riesenerfolg, alle Direktmandate aus dem Landkreis Celle zu holen“, freute sich Adasch schließlich nach einer langen Zitterpartie. Bis zur Auszählung des letzten Wahlbezirks erlebte der Landtagsabgeordnete ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem Herausforderer. Den erfolgreichen Durchmarsch der CDU im Landkreis erklärte Adasch mit einer guten Teamleistung: „Wir haben auf die richtigen Themen gesetzt: Polizei, Schule, Breitband. Und wir sind mit hoher Geschlossenheit in den Wahlkampf gegangen.“

Auch der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Henning Otte erlebte eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach der ersten Hochrechnung freute er sich noch: „Das erste Ziel ist erreicht: Stephan Weil hat keine Mehrheit mehr.“ Dass Rot-Grün tatsächlich ein Sitz fehlen wird, stand dann aber erst um 21.15 Uhr mit einiger Sicherheit fest. Das gute Abschneiden der SPD trotz der „schlechten Bilanz der Regierung Weil“ konnte sich Otte nur mit einem „Mitleidsbonus“ erklären.

„Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass man seinen Wahlkreis gewinnt.“

Die Christdemokraten reagierten erleichtert auf den späten Sieg ihres Kreistagsvorsitzenden. „Der Wähler hat erkannt, dass Herr Adasch für seinen Wahlkreis viel erreicht hat“, sagte Silke Kollster. „Ich hoffe jetzt, dass sich Herr Weil zu einer großen Koalition durchringen kann“, so die Kreisvorsitzende der Frauen Union.

Thomas Adasch CDU-Landtagsabgeordneter

„Ich bin nicht zufrieden, weil wir nicht stärkste Kraft geworden sind. Dass die Linkspartei nicht ins Parlament eingezogen ist und die AfD unter den Erwartungen geblieben ist, stimmt mich aber versöhnlich“, kommentierte Christian Ceyp, der Kreisvorsitzende der Jungen Union.

Im Wahlkreis Bergen war die Sache dafür von Anfang an klar. Schon bei der Auszählung der ersten Wahlbezirke lag CDU-Kandidat Jörn Schepelmann deutlich in Führung. „Für Jörn sind wir ganz positiv gestimmt, für Hannover ist es schade“, sagte seine Mutter Marion Schepelmann früh am Wahlabend.

Ein Selbstläufer sei sein Direktmandat nicht, sagte Schepelmann. „Auch ein sicherer Wahlkreis muss noch gewonnen werden“, merkte der 31-jährige an und bedankte sich bei Wählern und Parteifreunden: „Der gute Support in der Partei hat mich beflügelt und bestärkt.“